Was ist Psychosynthese

Das Menschenbild der Psychosynthese geht davon aus, dass wir in unserem innersten Kern frei und ganz sind. Da wir uns als verletzliche und abhängige Wesen in der Kindheit schützen und anpassen mussten, wurden Teile unseres Potentials «vergessen», verschüttet oder verzerrt.

Eine grundlegende Kraft in uns strebt danach, dieses Potential als bewusste erwachsene Menschen neu zu entfalten und unseren inneren Reichtum zu leben. Die Psychosynthese ist ein dynamisches Modell, das uns auf diesem Weg wirksam unterstützt und uns hilft, unsere Konflikte als Wachstumschancen zu erkennen und zu nutzen.

Sie bietet insbesondere Möglichkeiten zu lernen, wie wir unsere Qualitäten entdecken und zum Ausdruck bringen können. Dabei ist wesentlich, die eigene Mitte zu stärken und so mehr Freiheit und Lebensqualität zu gewinnen.

Die Psychosynthese wurde 1910 vom italienischen Psychiater Roberto Assagioli begründet und im Laufe des Jahrhunderts zu einem umfassenden Weg zur Entfaltung des menschlichen Potentials weiterentwickelt. Sie vereinigt eine Vielzahl von Prinzipien und Methoden aus der westlichen Psychologie wie auch aus östlichen Ansätzen. Sie wendet vor allem folgende Arbeitsmethoden an: Symbolarbeit, Meditation, Malen, Rollenspiele, Gestalttechniken, Fantasiereisen, Körperwahrnehmung.