ZWEITER AUSBILDUNGSTEIL
Ausbildung in Beratung und Begleitung
Inhaltliche Ausrichtung
Der Fokus dieser Ausbildung liegt auf der beruflichen Anwendung der Psychosynthese. Das Training ist darauf ausgerichtet, die erforderlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen zu vermitteln, um andere Menschen in Psychosynthese-Einzelsitzungen begleiten zu können (Guiding).
Gleichzeitig richtet sich die Ausbildung an all jene, deren berufliche Tätigkeit ein hohes Mass an Geschick, Einfühlungsvermögen und Verantwortung im Umgang mit andern Menschen erfordert. So zum Beispiel LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen, PsychologInnen, TeamleiterInnen, KrankenpflegerInnen, ÄrztInnen, ManagerInnen, SeelsorgerInnen usw. Ihnen bietet sie die Möglichkeit, ihre beruflich-psychologische Kompetenz zu erweitern und zu vertiefen.
Aufbauend auf einem grundlegenden Bewusstsein über die eigene Persönlichkeit und den eigenen Lebensweg, beinhaltet die Ausbildung eine tiefgehende Schulung von Wahrnehmung und Kommunikation und einer erwachsenen, verantwortungsvollen Haltung. Sie beinhaltet den Einbezug der transpersonalen bzw. spirituellen Ebene in die Arbeit.
Aufnahmeverfahren
Voraussetzung für die Teilnahme ist der Abschluss der zweijährigen Ausbildung Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentfaltung oder eine gleichwertige von unserem Zentrum anerkannte Psychosynthese-Grundausbildung. Die Ausbildungsleitung entscheidet über die definitive Aufnahme (siehe auch unter Ausbildungsprogramm).
Massgebend sind dabei folgende Aufnahmekriterien:
Offenheit für das eigene Wachstum und die transpersonalen/spirituellen Dimensionen des Lebens
Selbstkenntnis, Reife und Stabilität
Fähigkeit, auf Menschen einzugehen
Bereitschaft zu kritischer Selbstprüfung
Fähigkeiten, sich mit den psychologischen und theoretischen Anforderungen auseinanderzusetzen
Bereitschaft, sich als Teil einer Lern- und Arbeitsgruppe zu engagieren
Arbeitsweise
Eine Wiederholung der Theorie bildet gewöhnlich den Einstieg ins Seminarthema. Anschliessend werden die entsprechenden Arbeitsmethoden erläutert, die in der Einzelarbeit mit KlientInnen oder im weiteren Sinn im Umgang mit Menschen angewandt werden können. Die TeilnehmerInnen haben dann ausgiebig Gelegenheit zum praktischen Üben der gelernten Techniken und Prinzipien. Dies geschieht in der Regel in einem Dreiersetting Guide-KlientIn-BeobachterIn. Der dritte Seminartag ist ab dem siebten Seminar jeweils Supervisionstag.
Selbsteinschätzung und Feedback
Während der ganzen Ausbildungszeit haben die TeilnehmerInnen immer wieder Gelegenheit, in Bezug auf ihre Fertigkeiten sich selbst einzuschätzen und von PeergruppenkollegInnen wie auch von den Ausbildungsleiterinnen Feedback zu bekommen.
Empfehlungen für die TeilnehmerInnen
Auch diesem Ausbildungsteil liegt kein Leistungssystem zugrunde, sondern grundsätzlich das Prinzip der Selbstverantwortung. Wir empfehlen den TeilnehmerInnen:
den Besuch aller Seminare
das Führen eines Tagebuches
das Führen eines Arbeitsbuches mit Seminarprotokollen, Notizen zu Theorie, Übungen usw.
das Lesen von Fachliteratur (Liste mit Buchempfehlungen von uns)
die Teilnahme an einer Peergruppe, monatlich ca. 3 Stunden
mind. 24 Einzelsitzungen in Psychosynthese pro Ausbildungsjahr
möglichst viele Observationen (Beisein als lernende Beobachter in Einzelsitzungen von AusbildungskollegInnen)
Zeitlicher Aufwand für schriftliche Arbeiten und Lektüre: mind. 2 Stunden pro Woche.
Für die Anwendung der Psychosynthese in Einzelarbeit mit KlientInnen gelten ausserdem bestimmte Voraussetzungen und Abmachungen zwischen TeilnehmerInnen und Ausbildungsleitung.
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